Wie schaffen wir Bilder, wie schaffen wir Bewusstsein f
ür die Naturvielfalt in den Siedlungen?

Um grundsätzlich ein Verständnis für den Stellenwert von Naturvielfalt, von Biodiversität im Siedlungsraum zu erzeugen, braucht es Bilder, welche diesen Wert kommunizieren. Es geht darum, nicht nur Bürgermeister*innen, Verwaltungsbeamt*innen, Investor*innen und Planer*innen anzusprechen, sondern die Bevölkerung dafür zu gewinnen. Dies setzt an bei privaten Bauherr*innen und Nutzer*innen, bei Groß und Klein.

 

Bewusstseinsbildung muss sich an der Zielgruppe orientieren:

Kinder und Jugendliche

Junge Menschen sind in der Regel sehr aufnahmefähig für Lebensraum- und Umweltthemen, denn dabei kommt die Wahrnehmung ins Spiel. Vermittlung von Naturvielfalt kann auf vielen Ebenen zur Anwendung gelangen, dabei sollen Interesse und Neugierde geweckt werden. Der Punkt ist, Lehrende sollten Naturvielfalt als Thema anerkennen und anbieten: 

  • im Kindergarten in Form von Waldspielen, Erkundungs-Spaziergängen durch das Quartier, durch Beschäftigung mit Kleingetier (Insekten, Frösche, Vögel…)
  • in Volksschulen, Mittelschulen und Gymnasien durch themenbezogenes Lernen und Forschen – interdisziplinäre, fächerübergreifende Projektarbeit des Themas Naturvielfalt in Aspekten wie Gesundheit, Klimaschutz, Ethik, Urbanisierung, Gestaltung, Wirtschaft

Bürger*innen und Unternehmer*innen

Damit mehr Naturvielfalt im Siedlungsraum Eingang findet, ist jede und jeder einzelne gefragt. Wir alle können einen Teil dazu beitragen. Privatgärten, private und gewerbliche Dachflächen und Freiflächen rund um Betriebe, Vorgärten von Gastronomiebetrieben, Umgebungsräume von Hotels, Fassaden, etc. sind mögliche Räume für ein mehr an Biodiversität. Vielfach unterwandert der soziale Druck nach „sauberer“ und vermeintlich pflegeleichter Garten- und Umgebungsgestaltung (Rasenroboter, Neophyten, Bruchschotter statt Wiese, …) die Entwicklungen hin zu vielfältiger Bepflanzung und dadurch auch hin zu mehr Raum für Insekten und Kleingetier. Die öffentliche Hand, Planer*innen und Gärtner*innen können hier Überzeugungsarbeit initiieren und leisten. Es braucht Aufklärungsarbeit und Wissensvermittlung:

  • Beispielhafte Naturräume seitens der Kommunen schaffen
  • Interesse wecken durch Exkursionen
  • Gute Beispiele aus Privathand vor den Vorhang – Auszeichnungen
  • Informationsveranstaltungen durch die Gemeinden – Umweltbeauftragter, Stadtgärtner, Planungsamt
  • Imagekampagnen für mehr Diversität – Vorzüge von naturnaher Bepflanzung aufzeigen: geringere Kosten, geringerer Arbeitsaufwand
  • Dach- und Fassadenbegrünungen anregen und fördern

Kommunalebene

Den Kommunen kommt eine wichtige Vorreiterrolle zu. Neben der politischen Ebene ist auch die Verwaltungsebene ein möglicher Träger für die Thematik Naturvielfalt. Hier können Weichen gestellt werden.

  • Ausschreibungmodalitäten bei Wettbewerbsverfahren modifizieren
  • Leitfäden und Regularien für Bauherren gestalten und verbreiten
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